Wenn an warmen Sommerabenden kleine grünlich leuchtende Punkte durch die Dunkelheit tanzen, ist wieder Glühwürmchenzeit. Gemeinsam mit dem Nationalpark Gesäuse sammeln wir Beobachtungen von Leuchtkäfern. Melden Sie Ihre Sichtungen und helfen Sie mit, mehr über die Verbreitung und den Bestand dieser faszinierenden Insekten zu erfahren. Glühwürmchen gehören zu den eindrucksvollsten Naturerlebnissen des Sommers. Doch obwohl viele Menschen ihre leuchtenden Signale kennen, wissen wir erstaunlich wenig über ihre aktuelle Verbreitung in Österreich.Unter dem Begriff „Glühwürmchen“ werden verschiedene Arten der Leuchtkäfer zusammengefasst. In Österreich kommen mehrere Arten aus der Familie der Leuchtkäfer (Lampyridae) vor: der Große Leuchtkäfer (Lampyris noctiluca), der Kleine Leuchtkäfer (Lamprohiza splendidula) und der seltenere Kurzflügel Leuchtkäfer (Phosphaenus hemipterus).Dabei leuchten nicht alle Arten gleich: Beim Großen Leuchtkäfer sind es vor allem die flugunfähigen Weibchen, die mit ihrem grünlichen Licht Männchen anlocken. Beim Kleinen Leuchtkäfer können sowohl Männchen als auch Weibchen leuchten. Der Kurzflügel Leuchtkäfer hingegen ist deutlich unauffälliger und wird nur selten beobachtet. © Herky / wikicommons Ein Weibchen des großen Leuchtkäfers leuchtet um ein Männchen anzulocken Von naturnahen Gärten und Parks über Waldränder und Wiesen bis hin zu Auen und extensiv genutzten Kulturlandschaften besiedeln Leuchtkäfer sehr unterschiedliche Lebensräume. Gemeinsam haben alle Arten jedoch bestimmte Ansprüche: Sie benötigen strukturreiche Lebensräume, ausreichend Feuchtigkeit und dunkle Nächte.Genau diese Voraussetzungen werden immer seltener. Künstliches Licht in Siedlungsgebieten kann die Partnersuche der Tiere stören und ihre Leuchtsignale überstrahlen. Hinzu kommen der Verlust naturnaher Lebensräume, die intensive Bewirtschaftung von Grünflächen, der Einsatz von Pestiziden sowie der Rückgang von Schnecken, die für die Larven vieler Leuchtkäfer eine wichtige Nahrungsquelle darstellen. Infos zu Lichtverschmutzung Über die Verbreitung und Bestandsentwicklung der österreichischen Leuchtkäferarten gibt es bislang nur wenige aktuelle Daten. Deshalb sind Beobachtungen aus der Bevölkerung besonders wertvoll.Der Nationalpark Gesäuse zählt mit seinen rund 120 km² zu den beeindruckendsten Naturlandschaften Österreichs. Schroffe Felswände, naturnahe Wälder, artenreiche Wiesen und die wilde Enns bieten zahlreichen Tier und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum – auch den Leuchtkäfern. Um mehr über ihr Vorkommen im Nationalpark zu erfahren, freuen wir uns über jede Beobachtung. Wenn Sie bei einem Abendspaziergang im Gesäuse ein Glühwürmchen entdecken, melden Sie Ihre Sichtung bitte über unsere Plattform. Gemeinsam können wir dazu beitragen, die Verbreitung dieser faszinierenden Insekten besser zu erfassen und ihre Lebensräume langfristig zu schützen.Haben Sie Glühwürmchen in Ihrem Garten, im Park oder bei einem Abendspaziergang entdeckt? Dann melden Sie Ihre Beobachtung auf unserer Plattform. Jede Meldung hilft dabei, Wissenslücken zu schließen und mehr über diese faszinierenden Nachtbewohner zu erfahren.Vielen Dank für Ihre Unterstützung! Glühwürmchen melden